• Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte Podcast

    Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte#2252 Franziska und Mama, die zaubern kann

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    Die Abende werden kürzer, drinnen wird es gemütlicher, genau die richtige Zeit für meinen Adventskalender: 24 Türchen, 24 neue Geschichten exklusiv für euch, dieses Jahr mit Pupsi und das goldene Leuchten. Hörprobe gibt’s hier [Hörprobe Türchen 1]. Alle Infos und die Bestellung findet ihr hier [direkt zum Kalender].
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    Franziska liegt schon im Bett, die Sternendecke hochgezogen, als sie beim Kuscheln mit ihrem Stoffhasen Muru etwas Erschreckendes entdeckt: Weiße Watte schaut aus seinem Arm heraus, der nur noch an einem einzigen Faden hängt. Muru ist genauso alt wie Franziska selbst, und sie ist sofort hellwach, die Augen schon ganz feucht vor Sorge.

    Ich mag an dieser Folge besonders, wie Mama auf die Panik ihrer Tochter reagiert, nicht mit leeren Beruhigungsworten, sondern indem sie ihr kleines Zauberkästchen holt, eine Dose mit Nadeln, bunten Fäden und einem silbernen Fingerhut, und sich in aller Ruhe ans Werk macht. Während die Kerze auf dem Nachttisch flackert, beobachtet Franziska gebannt, wie Mama Stich für Stich den Riss schließt und dabei eine Melodie summt, die Franziska irgendwie schon von ganz früher zu kennen scheint.

    Ob Franziska am Ende wirklich glaubt, dass ihre Mama zaubern kann, und was sie sich von Mama noch alles beibringen lassen möchte, verrate ich an dieser Stelle nicht vollständig. Nur so viel: Muru geht am Ende dieser Geschichte nicht als Einziger wieder heil ins Bett.

    Diese Folge ist für alle Kinder, die ein geliebtes Kuscheltier haben, dem sie niemals etwas passieren lassen möchten, und für alle, die sich schon mal gefragt haben, wie ihre Eltern es eigentlich schaffen, fast alles zu reparieren. Besonders schön finde ich den Gedanken, dass ganz alltägliche Fürsorge, mit Geduld, Ruhe und einem gesummten Lied, manchmal genauso zauberhaft wirken kann wie ein echter Zauberspruch aus einem Märchen.

    Auf abinsbett.net findet ihr das ganze Archiv mit allen Folgen. Danke an alle, die den Podcast über abinsbett.net/support unterstützen, das macht die tägliche Gute-Nacht-Geschichte erst möglich.

    Einen schönen Abend und süße Träume,
    euer Marco

    Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte#2251 Maximilian und die gewonnene Zeit

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    Maximilian sitzt in der Küche und stört in seinem Essen herum, als Mama und Papa ihm erzählen, dass heute eine ganz besondere Nacht war: Weil die Uhren umgestellt wurden, gibt es heute eine Stunde extra, geschenkt sozusagen. Für Maximilian ist sofort klar, wofür diese gewonnene Stunde gedacht ist, nämlich für eine zweite Gute-Nacht-Geschichte, und er bringt gleich mehrere gute Argumente dafür vor.

    Ich mag an dieser Folge besonders, wie Mama auf Maximilians Verhandlungsgeschick reagiert, nicht mit einem einfachen Nein, sondern mit einem fairen Kompromiss: keine zweite Geschichte, dafür aber eine viel längere, entspanntere Gute-Nacht-Zeit, ganz ohne Eile beim Zudecken, Reden und Nachdenken. Beim Einschlafen stellt sich Maximilian dann vor, wo die gewonnene Stunde wohl gerade steckt, bei der Katze im Garten, bei der Straßenlaterne, oder beim Nachbarn, der immer so spät nach Hause kommt.

    Was Maximilian im Traum über diese besondere Stunde erfährt, und was man eigentlich alles festhalten kann und was einem eben doch immer wieder entgleitet, verrate ich an dieser Stelle nicht vollständig. Nur so viel: Am Ende hat Maximilian nicht nur eine Stunde mehr mit Mama und Papa, sondern auch viel mehr Zeit zum Träumen.

    Diese Folge ist für alle Kinder, die sich schon gefragt haben, wohin die gewonnene Stunde bei der Zeitumstellung eigentlich verschwindet, und für alle, die gerne ein bisschen länger wach bleiben würden. Besonders schön finde ich den Gedanken, dass es nicht auf die Länge der Zeit ankommt, sondern darauf, wie man sie gemeinsam verbringt.

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    Einen schönen Abend und süße Träume,
    euer Marco

    Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte#2250 Magda und die Beschütz-mich-Lampe

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    Mathilda sitzt auf dem Teppichboden ihres Zimmers und malt eine Karte, auf der ihr ganzes Zimmer zu einem eigenen kleinen Land wird: Das Bett wird zum Berg der Kissen, der Kleiderschrank zum Wald der Mäntel, und der Nachttisch zum Leuchtturmhügel. Dort oben steht ihre Nachttischlampe, die sie liebevoll Beschütz-mich-Lampe nennt, denn solange das Licht brennt, fühlt sich Mathilda sicher.

    Es ist so schön, wie aus einem ganz normalen Abendritual auf einmal etwas Zauberhaftes wird, als kleine, glitzernde Punkte aus der Lampe steigen und durch das ganze Zimmer schweben. Mathilda ist zunächst überzeugt, dass diese kleinen Lichter unbedingt zurück in ihre Lampe müssen, schließlich kann die sie sonst doch gar nicht mehr beschützen, und macht sich eifrig daran, sie einzufangen.

    Was Mathilda dabei über ihre Beschütz-mich-Lampe und die kleinen leuchtenden Punkte lernt, und warum am Ende gar nichts zurück in die Lampe muss, verrate ich an dieser Stelle nicht. Nur so viel: Ihr Zimmer sieht am Schluss aus wie ein ganzes kleines Universum.

    Diese Folge ist für alle Kinder, die abends gerne ihr Licht anlassen, für alle, die sich manchmal vor der Dunkelheit fürchten, und für alle, die ihren Dingen zu Hause genauso gerne eigene Namen geben wie Mathilda. Besonders schön finde ich den Gedanken, dass Geborgenheit nicht unbedingt an einem einzigen Gegenstand hängen muss, sondern dass man sie manchmal auch mit anderen teilen kann, und dass sie dadurch sogar noch heller und schöner leuchten kann als vorher.

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    Einen schönen Abend und süße Träume,
    euer Marco

    Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte#2249 Henning und der Tag, an dem alles richtig ist

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    Henning steht bereit im Flur, in der Hand einen selbstgemalten Plan, auf dem jede einzelne Stunde seines Tages eingetragen ist. Heute, so hat er sich vorgenommen, soll alles perfekt werden. Doch kaum öffnet er die Haustür, reißt ein Windstoß ihm den Plan aus der Hand, und das Blatt mit all seinen wichtigen Notizen segelt davon und verschwindet hinter dem Gebüsch.

    Ich mag an dieser Folge besonders, wie ehrlich sie zeigt, dass Henning sich ohne seinen Plan erst einmal verloren fühlt, so wie manche Kinder, die genau wissen, was sie wollen, und andere, denen das viel schwerer fällt. Ein kleiner Schmetterling, ein singender Vogel und ein vertrauter Nachbarshund führen Henning dann Schritt für Schritt durch einen Tag, der ganz anders verläuft, als er es sich vorgestellt hatte.

    Ob Henning am Ende doch noch seinen perfekten Tag bekommt, und was er dabei über das Loslassen von Plänen lernt, verrate ich an dieser Stelle nicht. Nur so viel: Am Abend, beim Spielen mit seinen Bauklötzen, merkt Henning etwas, das ihn selbst überrascht.

    Diese Folge ist für alle Kinder, die gerne alles genau planen, und für alle, die manchmal nicht wissen, was sie als Nächstes tun sollen. Besonders schön finde ich den Gedanken, dass es völlig in Ordnung ist, einfach auf den Moment zu hören, der eigenen Neugier zu folgen und darauf zu vertrauen, dass auch ein ungeplanter Tag am Ende ein richtig guter Tag sein kann.

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    Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte#2248 Lea und das Mäusemelken

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    Lea steht mitten in ihrem Zimmer, und überall liegen Spielsachen verteilt: Bauklötze unter dem Bett, Puppenkleider auf dem Teppich, ein halb zusammengesetztes Puzzle auf dem Schreibtisch und mindestens drei Socken, die ganz offensichtlich nicht zusammengehören. Als Papa in der Tür steht und sie zum Aufräumen auffordert, verdreht Lea erst die Augen, macht sich dann aber doch an die Arbeit.

    Als Papa kenne ich das: eine verzweifelte Suche nach einem zweiten Hausschuh und ganz nebenbei entsteht ein neues Wort: Mäusemelken. Lea ist sofort fasziniert von diesem komischen Ausdruck und stellt sich genau vor, wie eine winzige Maus auf einem Hocker sitzt, während jemand versucht, sie wie eine Kuh zu melken, natürlich mit einem Eimerchen, das höchstens so groß wie ein Fingerhut ist.

    Papa erklärt ihr in Ruhe, was es wirklich bedeutet, wenn etwas „zum Mäusemelken“ ist, und daraus entwickelt sich eine wunderbare Idee, die aus dem lästigen Aufräumen ein echtes Spiel macht. Ob die beiden am Ende tatsächlich alles finden, auch den verschwundenen Hausschuh, und ob Lea ihre eigene Meinung dazu hat, ob das nun Mäusemelken war oder nicht, verrate ich an dieser Stelle nicht.

    Diese Folge ist für alle Kinder, die Aufräumen manchmal ganz schön anstrengend finden, und für alle, die gerne neue, komische Wörter lernen. Besonders schön finde ich den Gedanken, dass selbst die mühsamsten und nervigsten Aufgaben im Alltag viel leichter werden, wenn man sie gemeinsam angeht und ein kleines Spiel daraus macht.

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#1936 Rosi und das unerwartete Treffen

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Nicht jedes besondere Erlebnis kündigt sich an.
Auf dem Spielplatz begegnet Rosi einem Kind, mit dem sich alles ein wenig anders anfühlt. Ohne Plan, ohne Erwartungen wächst ein stilles Vertrauen, und das gemeinsame Spiel wird ruhiger und wärmer.
Eine sanfte Gute Nacht Geschichte über unerwartete Treffen und das schöne Gefühl, sich sicher zu fühlen – erzählt bei Ab ins Bett mit Marco König.


„Ab ins Bett“ begleitet Kinder seit über 5 Jahren beim Einschlafen – jeden Abend, mit über 1900 Geschichten.
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Mehr Infos unter: www.abinsbett.net


#2235 Timo und der vergessene Wunsch

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Timo sitzt am Abend in seinem Garten, neben sich seinen Wunschstein, ganz rund und glatt, mit einem goldenen Punkt in der Mitte. Früher hat er immer einen Wunsch in den Stein geflüstert, bevor er ihn unter das Kopfkissen gelegt hat. Heute merkt er, dass er vergessen hat, was er sich überhaupt wünschen will.

Ein Schmetterling landet auf seinem Knie und erklärt ihm, dass man einen vergessenen Wunsch suchen muss, und zwar auf dem Pfad der Flüsterblumen, die sich an das erinnern, was Kinder fast vergessen haben. Der Pfad führt Timo an einen Teich, wo ihn eine Libelle anspricht und ihm sagt, dass sich manche Wünsche nicht im Kopf verstecken, sondern im Herzen.

Ich mag an dieser Geschichte besonders, wie Timo zwischen Hoffnung und Enttäuschung hin und her schwankt, bevor er merkt, worum es bei seinem Wunsch eigentlich geht. Als er die Augen schließt und an das Lachen seines besten Freundes denkt, und daran, wie schön es ist, wenn Mama ihn abends zudeckt, kommt ihm ein ganz bestimmter Wunsch in den Sinn. Doch kaum ist das warme Gefühl im Herzen da, zweifelt er schon wieder daran, ob er sich das überhaupt trauen kann. Erst die Libelle bringt ihn auf den entscheidenden Gedanken, dass ein Wunsch nicht dafür da ist, dass man etwas sofort kann, sondern dafür, dass man nicht vergisst, was man wirklich möchte.

Was Timo sich am Ende tatsächlich wünscht, und wie er seinen Wunsch ganz leise in den Stein flüstert, verrate ich an dieser Stelle nicht. Diese Folge ist für alle Kinder, die manchmal selbst nicht genau wissen, was sie sich wünschen sollen, und für alle, die gerne mit einem eigenen kleinen Ritual einschlafen, so wie Timo mit seinem Stein.

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#2234 Frieda und die erste Nacht bei Oma

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Frieda packt heute ihren Rucksack ganz alleine, Zahnbürste, Schlafanzug mit den Sternen und ihr Lieblingsbuch mit den Fuchsgeschichten. Zum ersten Mal übernachtet sie bei Oma, ohne Mama und Papa. Der Nachmittag ist wunderbar, sie pflücken zusammen Weintrauben im Garten, bauen eine Höhle aus Decken, und Oma zeigt ihr ein altes Fotoalbum, auf dem Mama noch ein kleines Kind ist, genau in diesem Garten.

Ich erinnere mich gut daran, wie ungewohnt eine fremde Umgebung für ein Kind sein kann, selbst wenn alles andere liebevoll und warm ist. Abends gibt es Kartoffelbrei, Friedas Lieblingsessen, und Oma liest ihr im Gästezimmer noch eine Geschichte vor, bevor das Licht ausgeht. Doch nach dem Abendessen wird es im Haus ganz ruhig, und als Frieda allein im Bett liegt, merkt sie, wie fremd auf einmal alles ist. Das Bett knarrt anders, die Decke riecht anders, sogar das Ticken der Uhr kennt sie nicht. Und in ihrem Bauch zieht sich etwas zusammen, das sie so noch nicht kannte.

Frieda steht auf und geht zu Oma. Was dann zwischen den beiden passiert, und was Oma aus einem alten Schrank in der Ecke hervorholt, verrate ich an dieser Stelle nicht. Nur so viel: Es hat mit einem ziemlich zerzausten Stoffhasen zu tun, der schon viel länger in der Familie ist, als Frieda zunächst denkt.

Diese Folge ist für alle Kinder, die gerade ihre erste Nacht auswärts vor sich haben oder schon hinter sich haben, und für alle Eltern und Großeltern, die wissen, wie viel Mut so eine erste Übernachtung kostet. Oma sagt an einer Stelle einen Satz, der mir besonders im Kopf geblieben ist, dass nämlich nicht nur Kinder in der ersten Nacht in einem fremden Bett ein mulmiges Gefühl haben können, sondern genauso große Leute.

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euer Marco

#2233 Heinrich und die Kraft der Natur

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Heinrich hat drei Tage an seinem Drachen gearbeitet, zusammen mit seiner Freundin Lina. Papier zugeschnitten, Leisten verknotet, einen besonders langen Schweif aus Stoffresten genäht. Heute ist der Tag, an dem er endlich fliegen soll, der letzte sonnige Tag, bevor laut Mama der Regen kommt. Alles ist bereit, der Drachen ist fertig, die beiden sind fertig. Nur eine Zutat fehlt komplett: Wind.

Ich kenne dieses Gefühl gut, wenn etwas Wochen der Vorbereitung endlich belohnt werden soll und die Natur sich einfach nicht daran hält. Kein Lufthauch bewegt die Blätter, die Wäsche auf der Leine hängt bleischwer, selbst die Fahne im Nachbargarten klebt wie angenagelt am Mast. Heinrich und Lina lassen sich davon nicht beeindrucken und probieren alles, was ihnen einfällt. Sie rennen mit dem Drachen über die Wiese, sie pusten aus vollen Backen, sie winken sogar in die Luft, in der Hoffnung, irgendetwas würde sich bewegen.

Dann taucht Oma mit zwei Gläsern Zitronenlimonade auf, und sie bringt den beiden etwas bei, das in keinem Bastelbuch steht: wie man Wind erkennt, lange bevor man ihn spürt. Was die Wolken den Kindern über die nächsten Minuten verraten, und was mit Heinrichs Drachen passiert, als der erste Luftzug tatsächlich über seine Haut streicht, erzähle ich euch lieber in der Folge selbst.

Diese Geschichte ist für alle Kinder, die schon mal auf etwas gewartet haben, das einfach nicht kommen wollte, und für alle Eltern und Großeltern, die wissen, wie schwer Geduld fällt, wenn man noch klein ist. Manchmal braucht es eben nur einen offenen Blick nach oben und ein bisschen Zeit. Und manchmal ist es gerade die Oma auf der Terrasse, die einem genau in diesem Moment zeigt, worauf es wirklich ankommt.

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#2231 Kalle und das Geheimnis im Kalkstein

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Kalle ist heute mit einem festen Plan unterwegs: Er und Opa werden einen echten Dino-Knochen finden. Mit Lupe, Pinsel und Hammer im Rucksack geht es den Feldweg am Waldrand entlang, vorbei an unzähligen Steinen, grau, weiß, rund, kantig. Opa bremst die Erwartungen sanft, aber Kalle hat sich die Sache schon fest vorgenommen.

Was dann folgt, kenne ich selbst gut von eigenen Ausflügen mit Kindern: ein Kiesel hier, eine alte Wurzel dort, die im ersten Moment wie ein Fund aussieht und sich dann doch als nichts Besonderes entpuppt. Zwölf Steine, zwanzig, vierzig, und keiner zeigt, was Kalle sich erhofft hat. Opa nutzt genau diesen Moment der Enttäuschung für einen Satz über Geduld, den ich mir selbst öfter merken sollte.

Und dann, kurz bevor die beiden aufgeben könnten, liegt da ein Stein, der sich anders anfühlt als alle anderen. Was Kalle auf seiner Oberfläche entdeckt, lässt selbst Opa überrascht die Brille zurechtrücken, und was Kalle kurz danach noch an demselben Stein findet, etwas, das sogar sein Opa übersehen hatte, macht aus einem gewöhnlichen Nachmittag einen, an den sich Kalle noch lange erinnern wird.

Diese Folge ist für alle, die wissen wollen, was wirklich unter unseren Füßen liegt, wenn man nur stehen bleibt und genau hinschaut. Und für alle Eltern und Großeltern, die mit ihren Kindern schon mal auf der Suche nach etwas Besonderem waren und am Ende mit leeren Händen und trotzdem zufrieden nach Hause gegangen sind, oder eben nicht ganz mit leeren Händen.

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Einen schönen Wochenstart und süße Träume,
euer Marco

#1966 Vicky und der Moment, als die Nacht Pause macht

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Der Tag war schön, und morgen wird es noch schöner. Genau deshalb liegt Vicky wach und kann einfach nicht einschlafen. Als plötzlich alles still wird, hört sie genauer hin und entdeckt, dass die Nacht manchmal kurz innehält. Was in diesem Moment passiert, hilft Vicky, zur Ruhe zu kommen und sanft in den Schlaf zu gleiten.


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#2230 Nele und der Nachbarshund

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Heute nehme ich euch mit zu Nele, die auf ihrem täglichen Weg zum Spielplatz an einem Zaun vorbeikommt, hinter dem ein großer, zottliger Hund wohnt. Jedes Mal, wenn Wuff bellt, drückt sich Nele fester an Mamas Bein und nimmt lieber den Umweg über die matschige Wiese, auch wenn ihre Schuhe danach dreckig sind.

Dann landet ihr roter Ball ausgerechnet auf dem Grundstück des Nachbarn, und Nele steht ihrer Angst plötzlich viel näher, als ihr lieb ist. Herr Widinski, dem der Garten und der Hund gehören, zeigt ihr an diesem Nachmittag etwas, das ich selbst gerne schon als Kind gewusst hätte: wie man einem Hund wirklich begegnet, ohne Hektik, ohne von oben über den Kopf zu streicheln, einfach die Hand hinhalten und dem Tier die Entscheidung lassen.

Was in den Tagen danach zwischen Nele und Wuff passiert, baut sich ganz langsam auf, ein Schritt an den Zaun hier, eine schnuppernde Nase da, bis aus der Angst am Ende etwas ganz anderes wird. Ich mag an dieser Geschichte, dass niemand Nele drängt. Weder Mama noch Herr Widinski sagen ihr, dass sie sich nicht fürchten soll. Sie dürfen sich einfach Zeit nehmen, bis der Mut von selbst kommt.

Für alle Kinder, die Hunde faszinieren und zugleich ein kleines bisschen beeindrucken, und für alle Eltern, die nach einer Geschichte über Mut suchen, die ohne große Worte auskommt. Viele von euch kennen das vielleicht auch von sich selbst oder ihren Kindern, dieses Zögern vor etwas Großem und Unbekanntem, das am Ende gar nicht mehr so bedrohlich wirkt, wenn man ihm in seinem eigenen Tempo begegnet. Genau darum geht es mir in dieser Folge: nicht um das schnelle Überwinden von Angst, sondern um das langsame Vertrauen, das wächst, wenn niemand drängt.

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Einen ruhigen Sonntagabend und süße Träume,
euer Marco

Bonus: Warum schnarchen wir?

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Heute bekommt ihr von mir nicht nur Gute-Nacht-Geschichte, sondern eine kleine Extra-Folge aus meinem zweiten Podcast Warum eigentlich, die Welt einfach erklärt. Während Ab ins Bett für den Abend gedacht ist, läuft Warum eigentlich tagsüber, für alle Kinder, die neugierig sind und gerade richtig Lust auf Antworten haben. Mittlerweile gibt es dort schon über fünfzig Folgen, auf Spotify zum Hören und seit Kurzem auch mit Video auf YouTube.

In dieser Folge erkläre ich, warum manche Menschen eigentlich so laut schnarchen, dass man es im ganzen Haus hört. Ich erkläre, was im Hals passiert, wenn wir schlafen, warum sich die Muskeln dort entspannen, der Weg für die Luft dadurch enger wird als im Wachsein, und wieso genau dieses Entspannen für ein Geräusch sorgt, das wie ein kleiner Motor klingt.

Ich vergleiche das Ganze mit einem Stückchen Stoff, das im Wind flattert, genau das passiert nämlich mit dem weichen Gewebe im Hals, wenn die Luft beim Schlafen durch einen engeren Weg strömt. Außerdem erzähle ich, warum wir auf dem Rücken oder mit verstopfter Nase mehr schnarchen, dass fast jeder Mensch hin und wieder schnarcht, und dass auch Hunde und Katzen im Schlaf schnarchen können.

In Warum eigentlich stellen wir die großen und die kleinen Fragen des Lebens, die Kinder überall auf der Welt stellen, und beantworten sie einfach erklärt. Wenn euch die heutige Folge gefallen hat, schaut gerne auch dort vorbei, dort warten noch viele weitere Antworten auf Kinderfragen aus aller Welt.

Einen schönen Abend und süße Träume,
euer Marco

#2229 Frederik und der flauschige Fuchs

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Dieses Jahr steckt hinter den Türchen keine Schokolade, sondern eine Geschichte: 24 Abende bis Heiligabend mit Pupsi, dem kleinen Elefanten, und zwar Geschichten, die es nur im Kalender gibt. Wie der erste Abend klingt, hört ihr kostenlos [Hörprobe Türchen 1]. Alle Infos und die Bestellung findet ihr hier [direkt zum Kalender].
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Ein Park ohne Vogelgezwitscher, ohne Rascheln im Gebüsch, ohne ein einziges Eichhörnchen. Frederik kennt den kleinen Park auf seinem Heimweg in- und auswendig, jeden Baum und jeden Stein. Gerade kommt er von seinem besten Freund Tobi, mit dem er den ganzen Tag gespielt hat. Doch heute fühlt sich der Weg seltsam an, und nicht einmal die Blätter bewegen sich.

Dann tritt zwischen den Bäumen ein Fuchs hervor, so flauschig, dass man ihn am liebsten sofort streicheln möchte. Er schaut nachdenklich und erzählt Frederik, dass im Park etwas verschwunden ist: das Lachen. Früher haben die Tiere über jede Kleinigkeit gekichert, über einen fallenden Tannenzapfen oder einen Windstoß, der an der Nase kitzelt. Jetzt sind alle irgendwie traurig, und keiner weiß, warum.

In der 2.229. Gute-Nacht-Geschichte machen sich Frederik und der Fuchs gemeinsam auf die Suche. Spielplatz, Lichtung, der alte Baum: Sie schauen überall nach. Ob man ein verschwundenes Lachen überhaupt finden kann wie einen verlorenen Handschuh? Darüber denkt Frederik ziemlich lange nach. Die Antwort verrate ich nicht, aber sie hat etwas mit Erinnerungen zu tun und damit, wie ansteckend ein kleines Kichern sein kann.

Für mich ist das eine Geschichte für Abende, an denen die Stimmung zu Hause etwas gedrückt war. Kinder spüren so etwas oft sehr genau. Frederik zeigt, dass gute Laune nicht verschwindet, sondern manchmal nur jemanden braucht, der sie wieder hervorlockt. Geeignet ist die Folge für Kinder ab drei Jahren, mit einem sanften Spannungsbogen und einem fröhlichen, ruhigen Ende.

Kleine Anregung für morgen: Erzählt euch beim Frühstück gegenseitig, worüber ihr zuletzt so richtig lachen musstet. Ich wette, nach spätestens zwei Geschichten kichert die ganze Familie.

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Habt einen gemütlichen Samstagabend,
euer Marco

#2227 Leo und das Papierflugzeug

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(WERBUNG) Ein Schokoladenkalender ist morgens nach fünf Sekunden leer. Der Ab ins Bett Adventskalender schenkt euch dagegen jeden Abend mindestens eine Viertelstunde: 24 Geschichten mit Pupsi, dem kleinen Elefanten, und ein Kalender reicht für alle Kinder in der Familie. Die ersten fünf Minuten gibt es schon jetzt kostenlos: [Hörprobe] und [direkt zum Kalender] (WERBUNG ENDE)

Kirschrot, Sonnengelb, Tannengrün, Pflaumenlila. Mit genau diesen Farben hat Leo eine ganze Woche lang einen Vogel ausgemalt, Feder für Feder, und kein einziges Mal ist er über den Rand gekommen. Es ist die letzte Seite in seinem Malbuch. In der 2.227. Gute-Nacht-Geschichte reißt er sie vorsichtig heraus und faltet daraus einen Papierflieger. Seine kleine Schwester Fenja darf dabei nicht mitmachen. Das ist meins, sagt Leo.

Kaum ist der letzte Knick gemacht, zittert das Papier. Der Flieger hebt von allein ab, dreht ein paar Runden unter der Zimmerlampe und fängt an zu sprechen. Er hat einen großen Wunsch: Er möchte einmal den Himmel sehen. Draußen dämmert es schon, aber Leo weiß einen Ort in der Wohnung, von dem aus das klappen könnte. Bis die beiden dort ankommen, gibt es allerdings noch einen Umweg durchs Wohnzimmer, und Kater Bruno liegt auf dem Sofa.

Was danach passiert, bleibt hier ein Geheimnis. Nur so viel: Fenja spielt eine größere Rolle, als Leo am Anfang lieb ist. Wer Geschwister zu Hause hat, kennt das Hin und Her zwischen Ich will allein spielen und Lass mich doch mitmachen. Diese Folge erzählt davon ohne erhobenen Zeigefinger, und am Ende sitzen zwei Kinder nebeneinander, die gerade etwas zusammen geschafft haben.

Als Einschlafgeschichte eignet sich die Folge für Kinder ab etwa drei Jahren, besonders für große Brüder und Schwestern. Die ganze Handlung spielt drinnen in der Wohnung, die Aufregung um den Kater ist eher lustig als spannend, und der Schluss unter dem Dachfenster ist ruhig und warm.

Vielleicht habt ihr morgen Lust, selbst einen Bogen Papier bunt auszumalen und daraus etwas zu falten. Ob es dann fliegt oder nicht, ist fast egal.

Zum Nachlesen gibt es das Transkript auf abinsbett.net, dort findet ihr auch alle anderen Folgen. Und wenn ihr Ab ins Bett unterstützen möchtet, geht das ganz einfach über abinsbett.net/support. Danke an alle, die uns in ihrer Podcast-App folgen und bewerten.

Gute Nacht,
euer Marco